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Brasilien - die Menschen
Die Bevölkerung in Brasilien sind jung, sehr jung. Das Durchschnittsalter beträgt gerade einmal 27,4 Jahre, und die Lebenserwartung liegt bei durchschnittlich 71,4 Jahren. Ein wichtiger demographischer Faktor ist die Geburten- und Sterberate – denn sie sagt aus, ob eine Bevölkerung wachsen oder schrumpfen wird. In Brasilien verhält es sich so, dass 19,5 Neugeborene auf 1.000 Einwohner kommen, jedoch nur 6,7 Menschen pro 1.000 Einwohner starben. Dies zeigt auf, dass die Bevölkerung in Brasilien weiter zunehmen wird – und gerade die ärmere Bevölkerung wächst schnell, was die Probleme des Landes nicht mindern wird.
Das rasante Wachstum der Bevölkerung wird in den großen Städten ersichtlich, in denen mehr als 80% der Bevölkerung lebt. Sie wachsen schnell, und vor allem Armensiedlungen, die sogenannten Favelas, verzeichnen immer mehr Bewohner. Brasilien ist ein Schwellenland, und die Kluft zwischen arm und reich ist groß. Der arme Bevölkerungsteil lebt in den Favelas der Städte, insbesondere jedoch auf dem Land. Hier ist auch die Kluft besonders groß – Großgrundbesitzer bewirtschaften mehr als 50% der gesamten Agrarfläche, 90% der Bauern beackern gerade einmal 22%. Bei der Armut in Brasilien sind auch Unterschiede bei der Herkunft zu verzeichnen – so sind besondere Afro-Brasilianer und Indios in besonderem Ausmaße unter der armen Bevölkerung zu finden.
Die heutigen Brasilianer haben einen gemischten, ethnischen Ursprung. Nebst den Portugiesen, die ehemaligen Kolonialmächte, sind auch die Afrikaner, die einst als Sklaven ins Land kamen, stark vertreten. Darüber hinaus haben sich zahlreiche weitere Einwanderer in Brasilien angesiedelt, aus aller Welt und von allen Kontinenten kommend. Rund eine halbe Million der Brasilianer sind den einheimischen Volksgruppen zuzuordnen, also den Ureinwohnern.
© Roberto Falconi / pixelio.de